TankSnap › Ratgeber › Wie oft testen
Routine
Wie oft solltest du dein Aquarienwasser testen?
Das hängt davon ab, wie alt das Aquarium ist und wie stark es besetzt ist. Ein neues Aquarium braucht häufige Kontrollen, ein stabiles, eingefahrenes deutlich weniger. Hier ist ein Plan, dem du folgen kannst.
Die kurze Antwort
| Situation | Was testen | Wie oft |
|---|---|---|
| Neues Aquarium, wird noch eingefahren | Ammoniak, Nitrit, Nitrat | Jeden oder jeden zweiten Tag |
| Erste Wochen nach dem Einsetzen von Fischen | Ammoniak, Nitrit | In den ersten ein bis zwei Wochen jeden oder jeden zweiten Tag, danach alle paar Tage |
| Eingefahrenes, stabiles Aquarium | Nitrat, dazu gelegentlich Ammoniak und Nitrit | Nitrat einmal pro Woche – oder alle zwei Wochen, wenn es seit Monaten stabil ist. Ammoniak und Nitrit alle ein bis zwei Monate und immer, wenn sich etwas ändert |
| Eingefahrenes Aquarium | pH, KH, GH | Etwa einmal im Monat oder wenn sich deine Wasserquelle ändert |
| Stark besetzt, Garnelen oder empfindliche Arten | Ammoniak, Nitrit, Nitrat | Mindestens wöchentlich |
Sieh das als Ausgangspunkt. Ein Aquarium, das schon lange stabil läuft, kannst du seltener testen. Schwanken die Wasserwerte dagegen häufig, solltest du öfter kontrollieren.
In einem stabilen Aquarium ist Nitrat der Routinewert: Er zeigt dir, wann ein Wasserwechsel fällig ist. Ammoniak und Nitrit sind eher eine Kontrolle zur Fehlersuche. Sie sollten bei null bleiben, häufiges Testen sagt dir deshalb wenig. Wichtig werden sie nach dem Einsetzen von Fischen, nach Eingriffen am Filter, bei Medikamenten sowie bei unerklärlichen Todesfällen oder auffälligem Verhalten (siehe die Liste unten).
Teste immer sofort, wenn …
- Fische auffällig wirken. Sie schnappen an der Oberfläche, haben angelegte Flossen, verstecken sich oder verweigern das Futter.
- du mehrere Fische einsetzt. Mehr Fische bedeuten mehr Ausscheidungen, und die Bakterien brauchen Zeit, um nachzuziehen.
- du den Filter reinigst oder tauschst. Die Bakterien leben im Filtermaterial, und Eingriffe können den Kreislauf zurückwerfen.
- du Medikamente einsetzt. Manche Behandlungen schaden den nitrifizierenden Bakterien.
- im Aquarium etwas stirbt. Ein versteckter toter Fisch oder eine tote Schnecke kann den Ammoniakwert schnell in die Höhe treiben.
- der Strom ausgefallen war. Bei einem langen Ausfall können die Filterbakterien an Sauerstoffmangel absterben.
- du Wasserquelle oder Produkte wechselst. Neues Leitungswasser, neuer Bodengrund oder neue Zusätze können pH-Wert und Härte verschieben.
Tipps, die das Testen aussagekräftiger machen
Teste kurz vor dem Wasserwechsel
So siehst du den höchsten Wert, mit dem die Fische seit dem letzten Wechsel gelebt haben. Direkt danach zu testen zeigt nur, dass das Wasser gerade gut aussieht.
Teste zur gleichen Zeit und auf die gleiche Weise
Werte schwanken im Tagesverlauf, besonders der pH-Wert in bepflanzten Aquarien. Ein Morgentest und ein Abendtest lassen sich deshalb schlecht vergleichen. Nimm denselben Test und dieselbe Routine, und lies in Wassertest richtig ablesen nach, worauf es ankommt.
Reagiere auf eine Veränderung, nicht auf einen einzelnen Messwert
Wenn ein Messwert ungewöhnlich erscheint, teste noch einmal, bevor du reagierst. Die Ausnahme sind Fische, die nach Luft schnappen oder deutlich gestresst wirken: Warte dann nicht. Mach zuerst einen Wasserwechsel und sorge für mehr Sauerstoff, teste danach. Wer einen Messwert ständig mit Chemie korrigieren will, verursacht meist mehr Schwankungen, als er behebt.
Verknüpfe es mit einer Gewohnheit
Viele Aquarianer testen am Tag des Wasserwechsels. Eine wöchentliche Erinnerung wirkt besser als gute Vorsätze und hält deinen Verlauf lückenlos.
Kann man zu viel testen?
Nicht schädlich, aber irgendwann bringt es kaum noch etwas. Tägliche Tests in einem Aquarium, das sich seit einem Jahr nicht verändert hat, liefern wenig. Konzentriere dich stattdessen auf angemessenes Füttern und regelmäßige Wasserwechsel.
Nie wieder einen Testtag vergessen
TankSnap kann dich erinnern, wenn ein Test oder Wasserwechsel fällig ist. Lege das Intervall einmal fest – für alle Aquarien oder für ein einzelnes – und halte jedes Ergebnis fest, indem du deinen Teststreifen oder Test fotografierst. Den vorgeschlagenen Wert bestätigst du, bevor er in deinen Verlauf kommt.